Mit dieser Frage wird ein interessantes Phänomen angesprochen, für das die physikalische Schlafforschung den Begriff „Rezeptorischer Wechsel-Effekt“ (kurz REWE) gewählt hat. Wenn man von seinem eigenen in ein anderes Bett wechselt, verlagern sich auch die Reizpunkte, die auf den Körper einwirken. In dem Bett welches zu Hause regelmäßig verwendet wird, können sich Reizpunkte über die Dauer der Benützung aufbauen.

Diese Reizungen sind in ihrer Intensität zwar nicht besonders groß, sodass es zunächst keine spürbaren Reaktionen gibt. Aber sie wirken Nacht für Nacht und immer auf die gleiche Stelle ein, so dass sich im Laufe der Zeit ein Akutzustand aufbaut.

Wird das Bett plötzlich gewechselt, verlagern sich die Reizpunkte durch die neue Unterlage und die auf die Dauer aufgebauten Akutzustände werden kurzfristig entlastet. Ein angenehmes Gefühl beim Liegen kann einsetzen.

Benützt man die neue Schlafunterlage auf Dauer, bauen sich wie oben erwähnt neue Reizpunkte auf und können über die Zeit wieder negative Akutzustände herbeiführen.

Durch eine individuell angepasste Matratze, lassen sich negative Reizeinwirkungen auf den Körper minimieren und der Schlaf verläuft erholsamer.

(Hans L. Malzl – Leiter Institut Proschlaf)

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